bio

Der Bass-Bariton Konstantin Wolff studierte von 2000-2007 bei Prof. Donald Litaker in Karlsruhe und entwickelte dort einen Interpretationsstil, der sich durch ein besonderes Verhältnis zum Text auszeichnet.
Noch während seines Studiums begann Konstantin eine internationale Konzert- und Operntätigkeit und wurde dabei von Dirigenten geprägt, die sich ebenfalls sehr stark dem Wort und einer kritischen und kreativen Auseinandersetzung mit der Aufführungspraxis verpflichtet fühlen. Dies war zunächst William Christie (Les Arts Florissants), mit dem Konstantin 2005 sein Operndebüt in Lyon gab, mehrere Konzertreisen unternahm und außerdem Händels Orlando am Opernhaus Zürich sang.
Seit 2007 arbeitet Konstantin gemeinsam mit René Jacobs, sowohl auf Opernbühnen in Brüssel, Wien, Aix-en-Provence und Amsterdam, als auch in Konzert- und CD-Produktionen, u.a. mit Mozarts Zauberflöte und Bachs Matthäuspassion. Seit 2011 arbeitet Konstantin auch wiederholt mit Teodor Currentzis und dessen Orchester MusicAEterna zusammen, so zuletzt als Don Alfonso im Da-Ponte-Zyklus des Konzerthauses Dortmund.
Des weiteren musizierte er mit Nikolaus Harnoncourt, Ton Koopman, Leonardo Garcia-Allarcon, Jordi Savall, Helmuth Rilling, Marc Minkowski, Riccardo Chailly, Sir Simon Rattle, Claudio Abbado, Sir John Elliot Gardiner, Ivan Fischer, Marek Janowski und Yannick Nezet-Séguin.

Die Saison 17/18 beginnt für Konstantin mit Bachs Johannespassion in der Royal Albert Hall London und führt ihn u.a. mit Telemanns Das jüngste Gericht in den Konzertgebouw Amsterdam und mit Bachs Markuspassion unter Jordi Savall durch Spanien und Frankreich. Die Produktion von Monteverdis Orfeo in der Choreografie von Sasha Waltz führt ihn 2018 zurück zur Staatsoper Unter den Linden Berlin.

Auf dem Konzertpodium ist der Bass-Bariton überwiegend mit Werken von Bach, Händel und Haydn, sowie Beethovens 9. Symphonie zu hören. Weiterhin sang er Mendelssohns Paulus und Elias, die Requien von Brahms, Dvorak, Fauré und Hindemith, Schumanns Faustszenen sowie Golgotha von Frank Martin, Mahlers Wunderhornlieder und Die sieben letzten Dinge von Louis Spohr.

Konstantin war in zahlreichen Opernproduktionen zu hören, überwiegend mit Werken von Händel und Mozart. So sang er Händels Orlando in Zürich (unter William Christie), Brüssel und Amsterdam (René Jacobs), Rodelinda am Theater an der Wien (Nikolaus Harnoncourt) sowie Giulio Cesare bei den Händelfestspielen Göttingen (Nicholas McGegan).
Nach seiner ersten Mozartpartie in Aix-en-Provence (Zauberflöte, Sprecher) unter René Jacobs sang er Cosi fan tutte (Don Alfonso) unter Teodor Currentzis und Don Giovanni (Masetto, konzertant) unter Yannick Nezet-Séguin am Festspielhaus Baden-Baden. 2012 debütierte er am Opernhaus Montpellier mit der Titelpartie in Le nozze di Figaro und als Conte Almaviva an der Volksoper Wien. Außerdem interpretierte er den Figaro konzertant unter René Jacobs in Paris, Lyon, Köln, Freiburg und Barcelona.
Darüber hinaus war Konstantin mit Opernproduktionen von Monteverdi (Orfeo, Plutone), Telemann, Rossini (Tancredi), Verdi (La Traviata, Marquis d'Obigny), Britten (Midsummernight's dream) und zwei Uraufführungen zu Gast in Lille, Strasburg, Lyon, Luxemburg, Brüssel, Amsterdam, Zürich, an der Staatsoper Berlin, dem Festspielhaus Baden-Baden und am Theater an der Wien.

Konstantin war mit Liederabenden in Deutschland, Frankreich, der Schweiz und Österreich zu hören, unter anderem als Einspringer für Juliane Banse bei der Schubertiade Schwarzenberg. Sein Victor Hugo-Album erschien 2008 bei Harmonia Mundi France und wurde von der Kritik sehr begeistert aufgenommen.

Die künstlerische Tätigkeit des Bass-Baritons spiegelt sich in einer sehr farbigen Diskographie, in der besonders Mozarts Zauberflöte (Sprecher) unter René Jacobs, Bachs Weihnachtsoratorium unter Riccardo Chailly und Mozarts Cosi fan tutte mit Teodor Currentzis herausragen.